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Archiv für März, 2012

Autopflege leicht gemacht – Tipps gegen Pollenschäden

9. März 2012 Keine Kommentare
Citroen Berlingo

Citroen Berlingo | © by flickr/ Joseph Simpson

Alle haben auf ihn gewartet und nun ist er endlich da: der Frühling. Es wird wärmer, die Laune wird besser, das Auto wird frühjahrstauglich gemacht und es grünt überall. Was im ersten Moment super klingt, hält aber für den Autolack große Gefahren bereit. Denn wo es grünt, da gibt es auch Pollen. Und genau die fliegen jetzt durch die Lüfte und setzen sich auf Fensterbänken, Dächern, Scheiben und eben auch auf dem Autolack ab.

Auf dem Autolack können die verschiedenen Pollen genauso viel Schaden anrichten wie etwa Taubenkot. Denn wenn der Pollenfilm zu lange auf dem Lack weilt und zudem einer hohen Sonneneinstrahlung und warmen Temperaturen ausgesetzt ist, fressen sich die Pollen in den Lack ein und hinterlassen unnötige und unfeine Lacknarben. Dies kann im Extremfall bis zu einer Neulackierung des kompletten Wagens führen. Die Gefahr besteht hierbei nicht nur für angewitterte oder ungeschützte, sondern für alle Lacke.

Um den Autolack optimal vor pollenbedingten Schäden zu schützen empfiehlt es sich, den Wagen regelmäßig zu waschen. Je nach Grad der Verschmutzung wird eine Reinigung mindestens aller zwei Wochen empfohlen, um bleibende Lackschäden zu vermeiden. Wenn der Pollenfilm besonders dick und hartnäckig ist, ist eine Vorwäsche mit einem Dampfstrahler oder einer Waschbürste absolut angeraten. Geschieht dies nicht, können die Schmutzpartikel während der eigentlichen Reinigung lackzerstörend wirken, da sie dabei in größeren Teilen über den Lack gleiten und dabei Kratzer hinterlassen können.
Nach der Wäsche sollte der Autolack mit einer Hartwachsversiegelung, die beispielsweise im Versandhandel erhältlich ist, behandelt werden. Mit ihr lässt sich neuer Pollenstaub leichter entfernen und stellt zudem eine Lackpflege dar.

Trés chic voiture

2. März 2012 Keine Kommentare

cc by flickr/ Bleuchoi

Fuhr man als Kind Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts regelmäßig in den Sommerferien nach Südfrankreich, so erweichten einem kurz nach dem Grenzübergang die treu dreinschauenden, gelben Scheinwerfer des Fahrzeugklassikers Citroen GS. Damals waren Wörter wie Youngtimer Blog noch echte Zukunftsmusik.

In dem Weggefährten, von welchem in den Baujahren 1970 bis 1986 rund 2,5 Millionen Stück im Werk Rennes produziert wurden, wuchs und gedieh so mancher Franzose heran, erlebte gar seinen ersten Kuss, durchquerte nach bestandener Prüfung den Kontinent oder bugsierte in die Flitterwochen die Angetraute umher. Der günstige Einstiegspreis mit zugleich moderner Technik sorgte beim Hersteller in Frankreich für gesegnete Umsatzzahlen. Dieses Hoch wurde getrübt, nachdem erste Mängel in puncto Verarbeitungsqualität auftraten. Es ergab sich ein Trend der rückläufigen Nachfrage wodurch ganze Serien für das benachbarte Großbritannien auf Halde deponiert werden mussten. Die salzige Meeresluft tat ihr übriges und knabberte Rostspuren in die Karosserie.

Seine eigenwillige aber sehr durchdachte Aerodynamik, solide Robustheit sowie der großzügige Innenraum machten ihn trotz allem zu einem der beliebtesten Familienfahrzeugen seiner Zeit. Vor allem das typische Federungssystem, die sogenannte Hydropneumatik, erlaubte eine automatische Anpassung an die Beladungskapazität. Hatte die Madame beispielsweise ihre Einkäufe erledigt oder die Boutiquen der Avenue des Champs-Élysées beehrt, konnte sie ihre mitunter schwere Ausbeute sicher im Heck des Citroen GS deponieren. Die dadurch entstehende Belastung des Fahrzeugs wurde durch das System so komprimiert, so dass die Karosserie einsank. Dieses ausgeklügelte System konnte sich auch manuell zu Nutze gemacht werden, beispielsweise um unebenes Gelände zu befahren.

Das avantgardistische Design und die revolutionäre Technik machen den Citroen GS zu einem unsterblichen Klassiker. Bis heute stehen gepflegte Sondermodelle bei Sammlern hoch im Kurs.